GlobePro

Global erfolgreich durch professionelle Dienstleistungsarbeit.

Konzept, Ziele und Design des Projekts GlobePro

PD Dr. Andreas Boes und Dr. Anne Hacket (ISF München) stellten den konzeptionellen Hintergrund, die Ziele und das Design des Projekts GlobePro vor.

Ihre Kernthese: „Die Dienstleistungswirtschaft steht im Zentrum einer neuen Welle der Globalisierung. Erfolgreiche Geschäfts- und Standortstrategien für diese Globalisierung 2.0 benötigen eine konzeptionelle Neuorientierung in der beruflichen Aus- und Weiterbildung, die den grundlegend neuen Herausforderungen an den Erfolgsfaktor Qualifikation gerecht wird."

Das Projektdesign ist darauf ausgerichtet, Forschung und innovative Pilotprojekte bei den Partnern miteinander zu vernetzen. So sollen praxistaugliche Empfehlungen und Produkte zur konzeptionellen Neuorientierung der beruflichen Bildung entwickelt werden.

Die Dienstleistungswirtschaft steht im Zentrum einer neuen Welle der Globalisierung. In der Vergangenheit waren es vor allem die traditionellen Industriebranchen und ihre Mitarbeiter, die sich dem globalen Wettbewerb stellen mussten. Heute sind es zunehmend Dienstleistungsunternehmen, die auf globalen Märkten agieren und hierfür neue Geschäftsstrategien entwickeln müssen.

Bereits das Vorgängerprojekt Export IT, in dem erfolgreiche Internationalisierungsstrategien der IT-Branche im Zentrum standen, hat hier auf den zentralen Stellenwert des Themas „Qualifikation" verwiesen.

Dr. Boes und Dr. Hacket entwickelten ihre Argumentation an zwei Fallbeispielen. Betrachtet wurden ein mittelständisches IT- Unternehmen mit intensiven globalen Aktivitäten sowie ein großer Global Player im Bereich ERP-Software. An diesen Unternehmen analysierten sie beispielhaft die Herausforderungen der Globalisierung an Dienstleistungsunternehmen und formulierten Eckpunkte erfolgreicher Internationalisierungsstrategien. Qualifikation - so eine der Ausgangsthesen für das Projekt GlobePro - ist eine zentrale Basis erfolgreicher globaler Geschäftsmodelle. Denn die Internationalisierung wird zunehmen zur Aufgabe für alle Beschäftigten. Nicht nur wenige hochqualifizierte Spezialisten, sondern auch Mitarbeiter auf mittlerem Qualifikationsniveau müssen sich heute in globalen Zusammenhängen kompetent bewegen können. Gefordert sind hier Qualifikationen, die weit über Einzelkompetenzen wie Sprachen oder „kulturelle Sensibilität" hinausgehen.

Aus Sicht des Forscherteams am ISF wird es hier nicht reichen, mit punktuellen Qualifizierungsmaßnahmen zu reagieren. Erfolgreiche Geschäfts- und Standortstrategien für die Globalisierung 2.0 benötigen eine konzeptionelle Neuorientierung in der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Nur so kann den grundlegend neuen Herausforderungen an den Erfolgsfaktor Qualifikation begegnet werden. Das Projekt GlobePro wird daher in seinem Projektdesign darauf gerichtet sein, einen Beitrag zu einer konzeptionellen Neuorientierung in der Aus- und Weiterbildung zu leisten und Innovationsimpulse zu setzen.
Aufbauend auf einer systematischen Analyse der Qualifikationsbedarfe für die Globalisierung 2.0 werden die Verbundpartner bei ihren Innovationen in Pilotprojekten unterstützt. Darüber hinaus wird Best Practice in der Aus- und Weiterbildungspraxis identifiziert und Handlungsempfehlungen für eine global erfolgreiche Dienstleistungsarbeit entwickelt. GlobePro wird damit durch eine intensive Zusammenarbeit zwischen dem Forscherteam im ISF München und den Projektpartnern gekennzeichnet sein.

Die Innovationen und Pilotprojekte sowie die praxisnahe Erarbeitung von Best Practice und Handlungsempfehungen stehen im Zentrum gemeinsamer Aktivitäten. Die beteiligten Unternehmen, Aus- und Weiterbildungseinrichtungen, Verbände und Gewerkschaften und Zertifizierungseinrichtungen können ein breit gefächertes und komplementäres Themenspektrum abdecken. Der Vernetzung unter den Projektpartnern kommt bei daher für die Projektziele ein zentraler Stellenwert zu.

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