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Global erfolgreich durch professionelle Dienstleistungsarbeit.

Jörg Staff, Senior Vice President Human Resources, SAP AG

Joachim Zepelin: SAP hat im Zuge einer globalen Transformation die Personalstrategie aufgewertet und zu einem Teil der Unternehmensstrategie auf höchster Ebene gemacht. Können Sie uns erläutern, welche Überlegungen dazu geführt haben und wie Personalstrategie und globale Unternehmensstrategie zusammenspielen?
Jörg Staff:
SAP setzt auf Innovation und das Feedback unserer Kunden. Diese Fokussierung hat sowohl den Aktienkurs als auch die Wahrnehmung der SAP verbessert. Unsere Vision - Help the world run better - formuliert einen hohen Anspruch. Da wir Menschen brauchen, die diese Vision umsetzen können, haben wir im Zuge der neuen Unternehmensstrategie 2015 die sogenannte „People Strategy" entwickelt und in den Unternehmenszielen verankert. Leadership, Recruitment und Weiterentwicklung heißen die drei Felder, in die wir strategisch investieren. Diese werden durch das Management getrieben und sind bis zum einzelnen Mitarbeiter und seinen Kompetenzen hin konkretisiert.

Joachim Zepelin: Sie sehen in „Diversity" nicht nur ein Management-Problem, in dem unterschiedliche Sprachen und Kulturen in einem Unternehmen zusammengebracht werden müssen, sondern eine wesentliche Innovationsquelle für ein global integriertes Unternehmen. Können Sie uns erläutern, wie SAP diese Potenziale fruchtbar machen will?
Jörg Staff: Alleine am Standort Walldorf arbeiten Menschen aus ca. 80 verschiedenen Nationen. Bei SAP findet die Globalisierung also bereits lokal statt, bei uns wird die Internationalität gelebt.
Wir nutzen Diversity als Innovationsquelle, sie ist alltäglich und als Normalität anerkannt. Ganz konkret heißt das etwa, dass bei uns die Arbeitssprache Englisch ist, inzwischen ist uns das schon in Fleisch und Blut übergegangen.
Im Vergleich zu früher ist auch das Management stark internationalisiert. Die Vorstände sitzen an verschiedenen internationalen Standorten, sie arbeiten häufig virtuell zusammen oder treffen sich an einem der Standorte. Wir haben viel gelernt in den vergangenen Jahren und eine Essenz davon lautet: Die Globalisierung muss sich auch in Führungsstruktur widerspiegeln.

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