GlobePro

Global erfolgreich durch professionelle Dienstleistungsarbeit.

Begrüßung Expertenforum GlobePro 10. Mai 2012 Andreas Boes

Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren,

im Namen des Projektverbunds des BMBF-Projekts „Global erfolgreich durch professionelle Dienstleistungen“ – kurz GlobePro – möchte ich Sie herzlich zu unserem Expertenforum begrüßen.

Ich freue mich, dass Sie trotz vielfältiger anderweiliger Verpflichtungen so zahlreich den Weg hier nach München gefunden haben. Als wir hier in unserem Team die Anmeldungen gesichtet haben, waren wir erfreut, wie groß die Resonanz auf unsere Einladung in den Unternehmen ist. Die Mehrzahl von Ihnen stammt aus der IT-Branche. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn hier ist der Prozeß der Globalisierung besonders weit fortgeschritten und hier brennt das Thema oft schon seit Jahren auf den Nägeln. Auffällig ist dabei, dass wir neben den Teilnehmern aus den großen Weltmarktunternehmen auch viele Teilnehmer aus mittelständischen Unternehmen gewinnen konnten. Die Liste der Vertreter aus den IT-Unternehmen liest sich wie das Who is who der deutschen IT-Industrie. Mit vielen von Ihnen kooperieren wir schon seit zehn und mehr Jahren. Diese sind beispielsweise die Telekom bzw. die T-Systems, die SAP, die Software AG. Sie stellen zusammen ein sehr großes Kontingent. Es ist uns eine Ehre, dass Sie nach so vielen Jahren noch immer Interesse daran haben, mit uns zu diskutieren und die Zusammenarbeit mit uns zu pflegen.

Mit einer zweiten Gruppe von IT-Unternehmen stehen wir erst seit zwei bis drei Jahren in Beziehung. Wir haben Kontakt zueinander bekommen als diese Unternehmen das Thema „Globalisierung“ auf die Agenda gesetzt haben. Besonders hervorheben möchte ich aus dieser Gruppe von Unternehmen die DB Systel und die Allianz Managed Operations & Services, die beide mit großer Mannschaft angereist sind. Die Liste der großen IT-Unternehmen komplettieren die Unternehmen Atos, Cirquent, Fujitsu, HP, Lufthansa Systems, Infineon und Unisys. Besonders freuen wir uns, dass wir mit der Pironet NDH und Szenaris zwei hochinnovative mittelständische Unternehmen mit an Bord haben. Sie sind beide geförderte Partner im Projektverbund und werden den Workshop zu KMU und Globalisierung gemeinsam mit dem Bundesverband IT-Mittelstand bestreiten.

Für uns hier in der Veranstaltung ist die große Beteiligung aus Unternehmen der IT-Industrie sehr wichtig. Denn die Kolleginnen und Kollegen aus den IT-Unternehmen bringen sehr viele Erfahrungen mit, die uns bei der Suche nach nachhaltigen Globalisierungsstrategien von großen Nutzen sind. Neben den Unternehmen der IT-Industrie ist mir vor allem die starke Beteiligung aus der Daimler AG aufgefallen, mit der wir seit einigen Jahren in einem intensiven Austausch stehen. Das große Interesse der Kolleginnen und Kollegen resultiert sicher nicht zuletzt aus der Tatsache, dass die Globalisierung hier mittlerweile auch in den Ingenieursbereichen und der Verwaltung ein wichtiges Thema geworden ist. Neben den Teilnehmern aus den Unternehmen finden wir zahlreiche Vertreter aus Gewerkschaften und Verbänden. Prominent vertreten sind die IG Metall und ver.di, mit denen wir seit vielen Jahren in einem intensiven Austausch stehen. Sie sind auch Partner des Projektverbunds GlobePro und tragen wesentlich zum Programm dieser Veranstaltung bei.

Weiterhin zu nennen sind die beiden IT-Verbände: der BITKOM, mit dem wir seit vielen Jahren zusammen arbeiten, sowie der Bundesverband IT-Mittelstand, der als Transferpartner am Projekt GlobePro beteiligt ist. Last but not least: Weitere Value Partner im Projekt: Cert-IT, DEKRA und Staatliche Technikakademie Weilburg.

Die Veranstaltung selbst hat einen geradezu programmatischen Titel: „Die global vernetzte Ökonomie braucht die Menschen“. Eigentlich müsste da sogar noch ein Ausrufezeichen folgen. Hinter dieser programmatischen Aussage steht die Erkenntnis, dass wir es seit einigen Jahren mit einer neuen Phase der Globalisierung zu tun haben, die zu sehr tiefgreifenden Veränderungen in den Unternehmen und in den Gesellschaften insgesamt führt. Diese neue Phase werden wir nur dann erfolgreich bewältigen, wenn es gelingt, die Menschen mitzunehmen und zu aktiven Gestaltern der Entwicklung zu machen. Dies ist die Quintessenz von fast 500 Interviews, die wir in den letzten Jahren in Deutschland, den USA, Indien und verschiedenen Ländern Osteuropas durchgeführt haben. Die neue Phase der Globalsierung bringt uns in ein komplexes Geflecht gegenseitiger Abhängigkeiten. Aus einer Welt von mehr oder weniger geregelten Handelsbeziehungen wird eine global vernetzte Ökonomie, die sich nicht mehr in der Logik von Exportweltmeisterschaften erfolgreich bewältigen läßt. Gefragt sind vielmehr nachhaltige Globalisierungsstrategien jenseits kurzatmiger Kostensenkungsillussionen und Verlagerungsdrohungen. Globalisierung ohne die Menschen funktioniert nicht. Das wird gegenwärtig nicht zuletzt mit Blick auf die Disintegrationstendenzen in Europa überdeutlich.

Um die neue Phase der Globalisierung erfolgreich bewältigen zu können, benötigen die Unternehmen Strategien einer nachhaltigen Globalisierung. Diese stehen heute im Mittelpunkt unserer Veranstaltung. Und es wäre wunderschön, wenn es uns gemeinsam gelingen würde, diesbezüglich konkrete Fortschritte zu erzielen. In diesem Sinne wünsche ich dieser Veranstaltung einen guten Erfolg!

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