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Workshop 1: Die Zukunft der Berufsbildung und systematischen Weiterbildung in der globalen IT-Branche

Im Workshop diskutiert wurde die Frage, inwieweit das duale System in den internationalen Kontext und das e-competence Framework (e-CF) eingeordnet werden kann.

Oder provokanter formuliert: Bei dem allgemeinen Ruf nach Akademisierung - hat da die duale Ausbildung noch eine Chance?

Karl-Heinz Hageni zitierte die häufigsten Kritiken am dem dualen System: „es sei zu starr für den technologischen Wandel, nicht international vergleichbar und vor allem durch Erfahrungswissen geprägt, gefordert seien aber vielmehr Wissens- und Analysequalifikationen". Nach seiner Ansicht gab es die Kritik am dualen System von Anbeginn.

Jedoch gerade mit der Geschäftsprozessorientierung zeige sich nun, dass die Berufe so richtig angelegt seien. Die Menschen würden sensibilisiert, in Prozessen zu denken und herstellerneutral zu agieren. Damit ließe sich eine positive Bilanz für die dualen Berufe herstellen. Das e-CF sei dabei hilfreich.


Karl-Heinz Hageni, IG Metall: Die Zukunft der Berufsbildung und systematischen Weiterbildung in der globalen IT-Branche (Abb. Folie 12) PDF

Wilfried Berlin betrachtet das e-CF unter dem Aspekt der Weiterbildung. In einem - vornehmlich - deutsch-französischen Unternehmen wie Airbus sei es wichtig, Jobprofile zu erkennen.Airbus brauche e-CF, um auf europäischer Ebene ein gemeinsames Verständnis über Kompetenzanforderungen herzustellen.

Airbus, Eurocopter, Michelin und viele andere europäische Großunternehmen nutzen IS/IT Services weltweit:
Der Kostenaufwand sei immens, um firmeninterne ITK Kompetenzkataloge zu Personalplanung, Training und Personalentwicklung zu betreiben. Den Aufwand auf EU Ebene zu teilen, könne Zeit und Geld einsparen.

Um IT-Services weltweit verteilt zu erbringen, müsse gleichzeitig ein Verständnis darüber aufgebaut werden, welche Kompetenzen die beteiligten Mitarbeiter weltweit mitbringen. Nur so könne international effizient zusammengearbeitet werden.

Dazu passe, dass das Update des e-CF 2.0 nun einen Abschnitt zur Personalentwicklung enthalte. Damit ließe sich eine positive Bilanz für die dualen Berufe herstellen.

Auch die Analyse der Ausbildungsberufe im Hinblick auf die e-CF Kompetenzfelder bestätigt deren Ausrichtung auf internationale Anforderungen.

Das e-CF sei hilfreich auf europäischer Ebene, um Transparenz zu der Berufsbildung herzustellen und Perspektiven für die Weiterentwicklung aufzuzeigen.

Wilfried Berlin, Competence Manager Airbus: Herausforderung Globalisierung 2.0. Qualifikation und Fachkräfteentwicklung in der globalen IT-Branche (Abb. S.17) PDF

Karl-Heinz Hageni (links im Bild) und Wilfried Berlin