GlobePro

Global erfolgreich durch professionelle Dienstleistungsarbeit.

Klaus Bock-Müller, szenaris GmbH, zum E-Learning-Modul „Globalisierung"

08.06.2010 | 09:15 | Susann Mathis

szenaris ist auf das Thema „Lernen" spezialisiert. Als Partner im Forschungsprojekt GlobePro beschäftigt sich die in Bremen ansässige Firma unter anderem mit der Entwicklung eines E-Learning-Moduls „Globalisierung" für die Aus- und Weiterbildung von Fachinformatikern und Mediengestaltern. Ganz gezielt sollen diese sich mit diesem Modul auf die Mitarbeit in internationalen IT-Projekten vorbereiten. Im Interview spricht Klaus Bock-Müller, Managing Director der szenaris GmbH, über aktuelle Fragestellungen bei der Entwicklung des Pilotprojekts.

Susann Mathis: Herr Bock-Müller, Sie haben mit Ihrem Pilotprojekt im Rahmen des Forschungsprojektes GlobePro begonnen, welches sind hier denn aktuell die wichtigsten Fragestellungen?
Klaus Bock-Müller: Wir sind noch mittendrin, die relevanten Themen zu identifizieren. Eine zentrale Fragestellung ist dabei die Konzeption einer zielgruppengerechten Lernsoftware. Wie wollen wir sie erstellen und welche Themen nehmen wir in das Pilotprojekt auf?

Susann Mathis: Welche Kriterien sind bei der Auswahl relevant?
Klaus Bock-Müller: Wir haben zunächst Themen für eine breite Zielgruppe gesucht, um dann später den spezifischen Bedarf für Mediengestalter und Fachinformatiker zu identifizieren. Als Schwerpunkte haben wir für uns die Themen „Interkulturelle Zusammenarbeit", „Globalisierung", „Arbeiten global" und „Lernen global" definiert. Zu Beginn stehen da natürlich die Klassiker zur Befähigung von globaler Arbeit wie Interkulturelle Kompetenz und Sprachen.

Susann Mathis: Welche Art von Lernsoftware planen sie?
Klaus Bock-Müller: Lernsoftware ist unser Kerngeschäft - bei der Erstellung legen wir Wert auf hoch interaktive und somit motivationsfördernde Programme. Einfach gestaltete Medien, wie zum Beispiel eBooks, kommen für uns daher nur auf der reinen Informationsebene infrage. Unsere Erfahrung zeigt, dass sich bei interaktiven und handlungsorientierten Ansätzen die größten Lernerfolge einstellen. Zentral dabei ist, dass jeder seinen individuellen Lernweg beschreitet.

Susann Mathis: Wie soll das konkret für das Pilotprojekt aussehen?
Klaus Bock-Müller: Wir planen eine Informations- und Lernplattform. Unser Ziel ist eine sehr lebendige, schnell zu aktualisierende Plattform. Der interne Pilot dazu existiert schon. Zurzeit erstellen wir kleinere Lerneinheiten, strukturieren das Wissen auf dieser Plattform und richten Info-Pools ein.

Susann Mathis: Wie kann man diese Plattform später nutzen?
Klaus Bock-Müller: Sobald die Plattform freigeschaltet ist, kann sich jeder Interessierte einen Useraccount einrichten und sein individuelles Profil zusammenstellen. Das heißt, er kann sich zum Beispiel für einen Lehrgang anmelden oder auch erstmal einen Gastzugang wählen, um in die verschiedenen Angebote hinein zu schnuppern.

Susann Mathis: Und welches sind spezifische Angebote für ihre Zielgruppe?
Klaus Bock-Müller: Wir richten uns nach dem Ausbildungsrahmenplan und sehen unser Angebot als Ergänzung zu den darin vorgesehenen Themen. Mediengestalter zum Beispiel lernen Farbbedeutungen zuzuordnen - so steht etwa Schwarz für Trauer, Rot für die Liebe. In China aber ist Weiß die Farbe der Trauer, für uns ist dies wiederum die Farbe der Unschuld und Reinheit. Das und noch viel mehr muss erarbeitet und dazu in eine Form gebracht werden, die solche Informationen erlernbar macht.

Susann Mathis: Haben Sie alle dazu notwendigen Kompetenzen für interkulturelle Kommunikation im eigenen Haus?
Klaus Bock-Müller: Natürlich können wir auf jahrelange eigene Erfahrungen zurückgreifen, und wo wir das nicht können, beziehen wir externe Experten ein.
Susann Mathis: Herr Bock-Müller, ich bin gespannt auf die Lernplattform. Vielen Dank für das Gespräch.

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