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Vermittlung „internationaler Kompetenzen" in der Berufsschule

26.07.2011 | 16:37 | Susann Mathis

Auf Einladung der IG Metall (Arbeitsgestaltung und Qualifizierungspolitik), der Heinrich-Emanuel-Merck-Schule, dem ISF München und GlobePro kamen am 21. Juni etwa 20 Experten zusammen, um darüber diskutieren, ob die duale Berufsausbildung in Deutschland ausreichend auf die zunehmende internationale Vernetzung der Unternehmen und der Arbeitswelt eingestellt ist.

In dem Workshop mit dem Titel "INTERNATIONALE KOMPETENZEN: NEUE ANFORDERUNGEN AN DIE BERUFSBILDUNG - DIE ROLLE DER BERUFSSCHULE" diskutierten Vertreter der Berufsschule sowie betriebliche Ausbilder über die Möglichkeiten, in der Berufsschule und im ausbildenden Betrieb internationale Kompetenzen zu vermitteln. Sie eruierten den Handlungsbedarf, die erforderlichen Inhalte und konkretisierten sinnvolle Maßnahmen. Im Zentrum standen dabei die IT-Berufe, die als deutsches Erfolgsmodell auch in Europa große Anerkennung gefunden haben. In ihrer systematischen Orientierung an modernen Geschäftsprozessen bieten sie gute Ausgangsbedingungen für die Implementierung internationaler Kompetenzen.

Die Veranstalter und die Teilnehmer waren sich einig, dass die Internationalisierung ein großes Thema ist, die Ausbildung darauf aber noch nicht optimal darauf eingestellt ist. Daher sind gemeinsame Anstrengungen von Berufsschule, ausbildendem Betrieb sowie auf der Ebene der Gestaltung des curricularen Rahmens notwendig. Die Diskussion konzentrierte sich dabei auf die Gestaltung der Lernfelder in der Ausbildung, den Einsatz von Medien und e-Learning-Konzepten, internationale Mobiliät in der Ausbildung sowie auf die Möglichkeit, Zusatzmodule zur Vorbereitung auf die Arbeit in internationalen Bezügen anzubieten.

Hier stellen wir Ihnen zunächst die beiden Impulsvorträge des 21. Juni zur Verfügung:

1 Globalisierung 2.0: Herausforderungen für die Qualifikationsentwicklung . Der Impulsvortrag von Andrea Baukrowitz (GlobePro / ISF München) analysierte die Herausforderungen der Globalisierung für die Professionalisierung der Dienstleistungsarbeit. Mit dem Fokus auf die IT-Branche stellt er den Wandel der Kompetenzanforderungen in einer globalen Arbeitswelt sowie die Anforderungen an neue Konzepte für die Aus- und Weiterbildung sowie Personalentwicklung in den Mittelpunkt. PDF

2 Internationale Kompetenzen: Herausforderungen für die Berufsschule, Tobias Vaerst / Karl-Heinz Hageni (IG Metall). Der Vortrag konzentriert sich auf den aktuellen Stand bei der Fachinformatiker-Ausbildung und mögliche Ansätze zur Verbesserung. Dazu gehören neben einem kompetenzorientierten Unterricht etwa den Ausbau der Lernortkooperationen für internationale Kompetenzen, virtuelle Plattformen und Auslandsaufenthalte für die Auszubildenden. PDF

Die Ergebnisse dieses Expertenworkshops werden von der IG Metall als Sozialpartner in der Berufsbildung ausgewertet und in bundesweite Empfehlungen für die Ausbildungsgestaltung in Schule und Betrieb einfließen. Sie werden außerdem in einer ausführlichen Publikation veröffentlicht, auf die wir Sie bei Erscheinen hinweisen werden.

 

 

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